Was ist der KP-Index?
Der KP-Index (auch „K-Planetar-Index”) misst, wie stark sich das Erdmagnetfeld in den letzten 3 Stunden bewegt hat. Er wird aus den Daten von 13 geomagnetischen Observatorien weltweit gemittelt und vom GFZ Potsdam sowie NOAA SWPC publiziert.
Die Skala reicht von 0 (komplett ruhig) bis 9 (extremer Sturm). Jede Erhöhung um 1 entspricht ungefähr einer Verdopplung der magnetischen Auslenkung.
KP-Werte und ihre Bedeutung
| KP | Sturm-Klasse | Aurora sichtbar | Wirkung auf sensible Menschen |
|---|---|---|---|
| 0–3 | ruhig | nur Polarregionen | meist unauffällig |
| 4 | unruhig | Skandinavien | Müdigkeit, Reizbarkeit möglich |
| 5 | G1 (minor) | bis Norddeutschland | Schlafstörungen, Kopfdruck |
| 6 | G2 (moderate) | bis Süddeutschland | HRV-Abfall, innere Unruhe |
| 7 | G3 (strong) | bis Mittelmeer | starke Wellen, Schlafdurchbrüche |
| 8 | G4 (severe) | Subtropen | Stromnetz-Störungen, Erschöpfung |
| 9 | G5 (extreme) | Äquator | Satelliten-Schäden, Tage-Erholung |
Ein G5-Sturm tritt etwa 4× pro Solarzyklus auf (alle 11 Jahre).
Wer veröffentlicht den KP-Index?
- NOAA Space Weather Prediction Center (USA, swpc.noaa.gov)
- GFZ Potsdam (Deutschland, Helmholtz-Zentrum)
- Daten frei zugänglich, alle 3 Stunden Update
- 3-Tage-Forecast unter
/live-data/
Wie hängen KP-Index und Schumann-Resonanz zusammen?
Hoher KP-Index bedeutet starke geomagnetische Aktivität — Auslöser sind meist Sonnenflares der M- oder X-Klasse und koronale Massenauswürfe (CME). Diese komprimieren die Magnetosphäre und destabilisieren die Ionosphäre. Folge: Die Schumann-Resonanz zeigt erhöhte Amplituden — sichtbar als breite weiße Bänder im Spektrogramm.
Faustregel: KP ≥ 4 + breite weiße Bänder im Schumann-Diagramm = bestätigter geomagnetischer Sturm.
KP-Index und Gesundheit — Evidenz
Peer-Review-Studien zeigen Korrelationen, keine direkten Kausalitäten:
- Halberg-Chronobiology-Center: signifikante Korrelation zwischen KP und Suizidraten, Herzinfarkten an Sturm-Tagen
- HeartMath GCI: HRV-Coherence sinkt mit steigendem KP
- Stanford Sleep Lab: Schlafqualität bei sensitiven Subgruppen reduziert ab KP 4
Bei Hochsensiblen sind die Reaktionen typischerweise früher und intensiver — bei KP 3 erste Effekte, ab KP 5 oft deutliche Aufstiegssymptome.
Was tun bei hohem KP-Index?
- Erdung: Barfußlaufen, Zeit in der Natur
- Hydration: Wasser mit Salz und Zitrone (sensible Systeme verlieren Mineralien schneller)
- Bildschirmzeit reduzieren ab 21 Uhr — blaues Licht verstärkt Übererregung
- Früher schlafen, sanfter mit dir sein
- An G3+-Tagen soziale Termine reduzieren — Reizüberflutung addiert sich