Lexikon

Koronale Massenauswurf

auch: CME · Coronal Mass Ejection · Plasma-Eruption

Ein koronaler Massenauswurf (CME) ist eine riesige Eruption von Plasma und Magnetfeld aus der Sonnenkorona ins All. CMEs entstehen oft zusammen mit Sonnenflares, brauchen 1–3 Tage bis zur Erde und sind die häufigste Ursache schwerer geomagnetischer Stürme (KP ≥ 6). Bei Erdtreffer komprimieren sie die Magnetosphäre und lösen Polarlichter aus.

Was ist ein CME?

Bei einem koronalen Massenauswurf werden Milliarden Tonnen Plasma mit Geschwindigkeiten von 250–3500 km/s ins All geblasen. Die freigesetzte Energie liegt im Bereich von 10²⁵ Joule — etwa eine Milliarde Wasserstoffbomben.

CMEs entstehen meist aus aktiven Regionen der Sonne, wo das Magnetfeld plötzlich umkippt (Reconnection).

CME vs Sonnenflare

Beide treten oft zusammen auf — der Flare ist sichtbar, der CME folgt einige Stunden später.

Wirkung auf die Erde

Trifft ein CME die Erde, hängt der Effekt von der Bz-Komponente (Magnetfeld-Richtung) ab:

Folgen bei starkem CME-Erdtreffer:

Live-CME-Beobachtung (NASA SOHO LASCO C3) → /live-data/.

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