Lexikon

Solarwind

auch: Sonnenwind · Solar Wind · Plasma-Strom

Der Solarwind ist ein kontinuierlicher Strom geladener Teilchen (Protonen, Elektronen, Helium-Kerne) von der Sonne. Geschwindigkeit 250–800 km/s, Dichte 1–10 Teilchen/cm³. Hohe Werte (> 500 km/s) komprimieren die Magnetosphäre der Erde und können geomagnetische Stürme auslösen — sichtbar als erhöhter KP-Index.

Was ist der Solarwind?

Der Solarwind ist ein Plasma-Strom, der ständig aus der Sonnenkorona ins Weltall geblasen wird. Die Sonne verliert dadurch etwa 1,5 Millionen Tonnen Masse pro Sekunde — eine winzige Menge im Vergleich zur Gesamtmasse, aber entscheidend für das Weltraumwetter.

Geschwindigkeit und Dichte

Die Reise von der Sonne zur Erde dauert je nach Geschwindigkeit 1–5 Tage.

Wirkung auf die Erde

Trifft der Solarwind auf die Erde, wechselwirkt er mit dem Erdmagnetfeld:

  1. Magnetosphäre wird komprimiert auf der Tagseite
  2. Magnetschweif wird auf der Nachtseite verlängert
  3. Geomagnetische Stürme entstehen bei starker Bz-Süd-Komponente
  4. Polarlichter werden sichtbar — je heller, je näher zum Äquator
  5. Schumann-Resonanz zeigt erhöhte Amplituden

Live-Solarwind-Daten (NOAA ACE/DSCOVR) → /live-data/.

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