In den Kurven von heute fällt auf, dass kaum etwas aus dem Rahmen fällt. Der KP-Index liegt bei 1.7, der Solarwind bei 325 km/s, die Bz-Komponente bei -3.2 nT: leicht südwärts geneigt, aber weit entfernt von allem, was das Feld unter Druck setzt. Was mich an diesem Bild interessiert, ist das Verhältnis dieser Ruhe zu dem, was die Symptom-Tracker der letzten 24 Stunden zeigen.
39 Eintragungen zu Müdigkeit, 30 zu wirren Träumen, 24 zu Ohrenpfeifen. Das ist kein kleines Rauschen. Und es passt nicht ohne weiteres zu einer Datenlage, die geomagnetisch so tief im Ruhigen liegt. Die Schumann-Amplitude steht bei 5.3, die Peak-Frequenz bei 7.78 Hz, beides im normalen Bereich. Was die äußeren Messwerte also nicht erklären, trägt der Körper trotzdem. 21 Eintragungen zu innerer Unruhe, 20 zu Nackenschmerzen: das sind zwei Kategorien, die erfahrungsgemäß dann zusammen auftauchen, wenn der Übergang zwischen Wachheit und Tiefenschlaf gestört ist, gerade in langen stillen Phasen, wenn der Körper sortiert, was er angesammelt hat.
Ein zuletzt gemeldeter Röntgenflare der Klasse B6.4 liegt im schwachen Bereich und erklärt das allein nicht.
Wenn du heute merkst, dass dein Kopf beschäftigt bleibt, obwohl von außen wenig Druck kommt: das ist kein Widerspruch zu den Daten. Es ist oft genau das Bild stiller Tage.
Nimm dir heute einen Moment, der nichts leisten muss.
Daten: NOAA Space Weather Prediction Center, Spektrogramm der Messstation Tomsk gespiegelt über spacemonitor.io, Symptom-Tracker von Herzschlag der Erde, Seelenname und Energie-Kompass