KP 4.0. Das ist der Wert, bei dem Geophysiker von "leicht unruhig" sprechen, kein Sturm, aber auch kein Grundrauschen. Der Solarwind drückt mit 407 Kilometern pro Sekunde gegen die Magnetosphäre, und die Bz-Komponente liegt bei plus 5.1 Nanotesla: nordwärts gerichtet, was bedeutet, dass die Erdschutzzone diesen Druck größtenteils abfedern kann. Der einzige nennenswerte Flare der letzten Stunden war ein C1.4, eine kleine Eruption, die keine Strahlungsfront schickt, die relevant wäre.
Was das Erdmagnetfeld in dieser Lage macht: Es vibriert etwas stärker als üblich. Der Peak der elektromagnetischen Eigenfrequenz liegt bei 8.08 Hz, die Amplitude bei 129 auf der Skala der Station, beides leicht über dem ruhigen Mittel, aber weit unter Sturm-Niveau. Zur Einordnung: Als Schumann-Resonanz bezeichnet man genau diese Wellenerscheinung im Hohlraum zwischen Erdoberfläche und Ionosphäre. 129 ist keine Ausnahme, es ist ein erhöhter Normalzustand.
Was das bedeuten kann: Bei KP 4.0 berichten manche Menschen über leichte Konzentrationslücken oder eine diffuse innere Anspannung, weil das Nervensystem auf geomagnetische Schwankungen messbar reagiert. Kein Alarm, aber ein Hinweis.
Ein einfacher Ausgleich für heute: zehn Minuten ohne Bildschirm, Füße auf dem Boden, Atemfrequenz bewusst verlangsamen. Das kostet nichts und gibt dem System etwas zurück. 🌍